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Kritische Informationen der InteressenGemeinschaften Kritische Bioethik Deutschland
zum Thema Organspende / Lebendspende / Transplantation / Hirntod

Neues zum Thema Organspende / Transplantationsmedizin / Hirntod

18.09.10: Nach Steinmeiers Nierenspende - Debatte über Widerspruchslösung bzw. Zwangserklärungsregelung bei Organspenden - Teil 2

Ergänzt am 20.09.10 (siehe unten)

Ende August 2010 hat der ehemalige Außenminister und derzeitige SPD-Fraktionsvorsitzende Frank-Walter Steinmeier mit der Nierenspende für seine kranke Frau großen Zuspruch und Bewunderung geerntet (siehe Pressespiegel unten) und Bewegung in die Debatte über eine Reform des Transplantationsgesetzes gebracht. Hintergrund der Debatte ist die anhaltende mangelnde Zahl der potenziellen Organspendern gegenüber den 12.000 Menschen in Deutschland, die auf ein neues Organ warten. Nach Schätzungen der Deutschen Stiftung Organtransplantation sterben pro Jahr 1.000 Patienten auf der Warteliste. Derzeit gilt in Deutschland eine "erweiterte Zustimmungslösung". Das bedeutet, eine Organentnahme ist nur bei Menschen gestattet, die zu Lebzeiten dem ausdrücklich zugestimmt haben und bei denen der sogenannte Hirntod festgestellt wurde. Sofern keine Einwilligung vorliegt, müssen Angehörige über die Frage einer Organentnahme entscheiden.

Um die Zahl der Organspender in Deutschland zu erhöhen, will der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Karl Lauterbach, nun eine fraktionsübergreifende Initiative zur Reform des Transplantationsgesetzes starten. Angesichts des eklatanten Organmangels in Deutschland müsse eine Regelung gefunden werden, die die Organspende zur Regel mache und nur bei ausdrücklichem Widerspruch zu unterlassen sei, erklärte Lauterbach gegenüber dem "Kölner Stadt-Anzeiger" am 30.08.10. Er halte das "ethisch für geboten". Der SPD-Politiker betonte, dass es zur der Problematik innerhalb aller Bundestagsfraktionen unterschiedliche Auffassungen gebe. Es handele sich nicht um eine parteipolitische Frage. Daher solle der Bundestag, ähnlich wie in den Debatten zur Stammzellforschung und der Patientenverfügung, Reformmodelle erörtern und ohne Fraktionszwang abstimmen.

Auch Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger von der FDP-Fraktion forderte laut einem Bericht in der "Welt" vom 30.08.10, offen über die Widerspruchsregelung bei Organspenden zu diskutieren. Ihr FDP-Fraktionskollege, Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler, äußerte sich dagegen zurückhaltend. "Ich halte nichts von Zwang", sagte Rösler der Welt am Sonntag in einem Interview am 29.08.10 (siehe Rösler: "Eine Organspende kann und darf nicht gesetzlich verordnet werden"). Damit baue man allenfalls emotionale Hürden auf, statt Vorbehalte zu entkräften. Die Überzeugung, anderen zu helfen, sei der stärkste Beweggrund für die Organspende. "Das kann nur freiwillig gehen", ist Rösler überzeugt.

Unionsabgeordnete hatten sich am Wochenende 28./29.08.10 ebenfalls für die Einführung der Widerspruchslösung ausgesprochen. Insbesondere der Obmann der Unionsfraktion im Gesundheitsausschuss, Rolf Koschorrek (CDU) will sich hierfür einsetzen. Aber auch innerhalb der Union gibt es kritische Stimmen wie Jens Spahn, der nach anderen Lösungen suchen will.

Geteilte Reaktionen der Bundesärztekammer

Geteilte Reaktion zu den Plänen gab es von Seiten der Ärzteschaft. Der Präsident der Bundesärztekammer Prof. Jörg Dietrich Hoppe, zeigte sich gegenüber der Widerspruchslösung, nach der Hirntoten Organe entnommen werden können, sofern sie dem zu Lebzeiten nicht ausdrücklich widersprochen haben, aufgeschlossen. Diese Regelung könne dazu beitragen, mehr Menschenleben zu retten, so Hoppe in einer Pressemitteilung am 30.08.10. Deshalb habe auch der diesjährige Deutsche Ärztetag in Dresden eine gesetzliche Regelung im Sinne einer Widerspruchslösung gefordert (siehe Teil 1. des Themenspecials zur Widerspruchslösung anläßlich des Tages der Organspende am 05.06.10). Wichtig sei allerdings, darauf zu achten, dass es mit der jetzt beginnenden Diskussion nicht wieder zu erheblichen Verunsicherungen der Bevölkerung und damit zu einem Rückgang der Spendebereitschaft kommt. Zugleich müssten endlich flächendeckend Transplantationsbeauftragte in den Krankenhäuser bestellt werden. Ohne diese strukturelle Maßnahme, die Ärztetage wiederholt eingefordert hatten, bestehe die Gefahr, dass die Chance auf ein gesundes Spenderorgan vertan wird, so Hoppe.

Dagegen sprach sich der Vizepräsident der Bundesärztekammer, Frank-Ulrich Montgomery, gegen die Einführung einer Widerspruchsregelung aus. Schon die Debatte darüber, ob man Verstorbenen künftig Organe entnehmen darf, wenn sie dem nicht zu Lebzeiten widersprochen haben, verstärke bestehende Ressentiments, sagte Montgomery dem Berliner "Tagesspiegel" am 30.08.10. "Sie macht mehr kaputt als sie an Nutzen bringt." Auch gegen die Forderung, jedem Bürger zumindest eine Entscheidung für oder gegen die Organspende abzuverlangen, wandte sich der Ärztefunktionär. Jeder Mensch habe auch das Recht, sich mit seinem Lebensende nicht zu befassen, sagte er.

Die Deutsche Stiftung Organtransplantation hielt sich bislang auffallend still in der Debatte. Dies ist bemerkenswert vor dem Hintergrund, dass die DSO normalerweise jede Gelegenheit nutzt, um auf den Organspendermangel aufmerksam zu machen. Allerdings sprach sich Prof. Dr. med. Günter Kirste, Medizinischer Direktor der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) in Frankfurt am Main, kürzlich gegen die Widerspruchslösung aus. Eine Neuregelung zugunsten der Widerspruchsregelung fände derzeit vermutlich keine gesellschaftliche Akzeptanz und man habe - im Interesse der 12.000 Patienten auf der Warteliste - keine Zeit für lange politische Debatten, so seine Argumentation laut einem Bericht im Deutschen Ärzteblatt 2010; 107(22) vom 04.06.10.

Widerstand gegen Einführung der Widerspruchslösung

Auch die Initiative "Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. - KAO" aus Bremen stellt sich vehement gegen die Forderungen, die Widerspruchsregelung ähnlich wie in anderen europäischen Ländern in Deutschland einzuführen. KAO ist eine Initiative von Eltern, die ihre verunglückten Kinder zur Organspende freigegeben haben, ohne die Hintergründe zu diesem Zeitpunkt genau genug zu kennen, und ihre Entscheidung später bereut haben. Der Verein warnte in einer Pressemitteilung vom 3. September auch vor der geplanten Gesetzesänderung, wonach jede größere Klinik mit Intensivstation und Beatmungsplätzen einen Transplantationsbeauftragten einsetzen muss mit dem Ziel, die Familien zu einer Freigabe ihres sterbenden Angehörigen im Hirnversagen für die Organentnahme zu "manipulieren".

Bei der jetzt geltenden "erweiterten Zustimmungslösung" werden nach Ansicht der Mitglieder von KAO die Angehörigen im Schockzustand zu einer stellvertretenden Entscheidung genötigt, die sie nicht rückgängig machen können. Nur die "enge Zustimmungslösung" nach umfassender und ehrlicher Information sei mit unserem Grundgesetz vereinbar. Bei dieser Zustimmungslösung könnten die Empfänger das Fremdorgan möglicherweise eher annehmen, weil sie wissen, dass es eine bewusste Entscheidung war, heißt es weiter. "Wenn die Gesellschaft nicht mehr fragt: "Was braucht dieser sterbende Mensch?", sondern stattdessen: "Was brauchen wir von diesem sterbenden Menschen?", dann haben wir das Fundament unseres Zusammenlebens massiv beschädigt", so KAO. "Die Würde des Menschen ist unantastbar - und zwar in allen Phasen seines Lebens", bekräftigt die Initiative.

Aktuelle Studien in international anerkannten Fachzeitschriften widerlegen zudem eindeutig den "Hirntod" als den Tod des Menschen, so KAO. Er werde auch als "legale Fiktion" bezeichnet, um das Tötungsverbot zu umgehen und um straffrei Organe entnehmen zu können. Um den einseitigen Informationen der internationalen Organ-Beschaffungsorganisationen entgegenzuwirken, betreibt KAO unter www.initiative-kao.de eine eigene Webseite, mit der sie potenzielle Spender auch über die andere Seite der Organtransplantation aufklärt.
 

Ergänzung 20.09.10: Union will Organspende-Bereitschaft im Pass und Führerschein dokumentieren lassen

In der Organspende-Debatte zeichnen sich in der Unionsfraktion im Deutschen Bundestag mittlerweile erste konkrete Pläne für eine neue Gesetzesinitiative ab, um die Zahl von Organspenden in Deutschland zu erhöhen. Nach Informationen der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" vom 14.09.10 haben sich Rechts- und Gesundheitspolitiker der Fraktion darauf verständigt, dass künftig in jedem neu ausgestellten Pass oder Führerschein dokumentiert werden soll, ob der Inhaber als Organspender zur Verfügung steht oder nicht. Da Pässe regelmäßig erneuert und künftig auch Führerscheine nur noch befristet ausgestellt werden, könne auf diesem Weg nach und nach die gesamte Bevölkerung erfasst werden, so die Idee. Einen Umstieg von der Zustimmungs- zur Widerspruchsregelung, wonach der Entnahme von Organen nach dem Tod ausschließlich widersprochen werden muss, lehne die Union ab. "Das würde gegen unser Menschenbild verstoßen", sagte Fraktionsvize Günter Krings der Zeitung.

Wie der gesundheitspolitische Sprecher der Union, Jens Spahn, dem Blatt zufolge erläuterte, ist zusätzlich geplant, durch eine Gesetzesnovelle an jedem Krankenhaus die Benennung eines Transplantationsbeauftragten vorzuschreiben. Mit einer besseren Vergütung medizinischer Leistungen solle zudem in den Krankenhäusern ein finanzieller Anreiz gesetzt werden, sich mehr um das Thema Organspenden zu kümmern. Im vergangenen Jahr warteten in Deutschland rund 12.000 Menschen auf eine Organtransplantation. Dem standen nur 1217 Organspender gegenüber.

Medienberichten unter Berufung auf Unions-Fraktionschef Volker Kauder (CDU) soll ein Gesetzesvorschlag der Koalition zu Erhöhung der Zahl der Organspenden bereits bis Jahresende vorgelegt werden. Auch er befürwortet eine Zwangserklärungsregelung. Zugleich sprach sich Kauder ebenfalls gegen eine Widerspruchsregelung aus.

Kritik an geplanter Einführung einer Zwangserklärungsregelung

Bei den Grünen im Bundestag stießen die jüngsten Vorschläge der Union, die Organspende-Bereitschaft im Personalausweis zu vermerken, auf scharfe Kritik. "Eine Pflicht, im Personalausweis seine Organspende-Bereitschaft zu vermerken, halten wir für populistisch und nicht zielführend. Es muss Menschen weiterhin freistehen, eine solche Erklärung abzugeben oder nicht", erklärten Elisabeth Scharfenberg, Sprecherin für Alten- und Pflegepolitik der Grünen-Fraktion, und Harald Terpe, Obmann im Gesundheitsausschuss in einer gemeinsamen Pressemitteilung "Organspende: Nein zur Erklärungspflicht im Personalausweis" am 15.09.10. Man könne niemanden zwingen, sich mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen.

Zudem müsse man sich fragen, ob Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Meldebehörden für Fragen der Organspende die richtigen Ansprechpartner seien. "Eine solch intime Information auf ein Dokument zu vermerken, das im täglichen Leben häufig gebraucht wird, wird das Vertrauen gegenüber der Organspende nicht steigern. Wenn Bürgerinnen und Bürger sich von staatlichen Stellen genötigt fühlen, kann dies auch zu einem Rückgang der Spendenbereitschaft führen", so die beiden Grünen-Abgeordneten. Es erscheine im Übrigen "lebensfremd und ethisch problematisch", wenn schon 16-Jährige genötigt würden, sich zu einer späteren Organspende zu erklären.

"Bei einem solch sensiblen Thema erreicht man nichts mit platten Lösungsvorschlägen. Vielmehr sind die entscheidenden Akteure in Politik, Ärzteschaft, Kliniken und Krankenkassen gefragt, durch sehr behutsame Aufklärung Vertrauen gegenüber der Organspende aufzubauen. In erster Linie brauchen wir eine Konkretisierung der Meldepflicht im Transplantationsgesetz und bessere Strukturen an Kliniken, beispielsweise durch Transplantationsbeauftragte", so Terpe und Scharfenberg abschließend.

Weiterführende Informationen:

Pressespiegel zur Debatte um die Einführung einer Widerspruchsregelung / Zwangserklärungsregelung bei Organspenden

Hier finden Sie eine Auswahl an Meldungen zur Debatte um die Einführung einer Widerspruchsregelung / Zwangserklärungsregelung bei Organspenden. Dieser Pressespiegel wird wöchentlich ergänzt, sofern sich Neues ergibt.

September 2010

Organspende: Nein zur Erklärungspflicht im Personalausweis
Anlässlich der aktuellen Vorschläge, die Organspende-Bereitschaft im Personalausweis zu vermerken, erklären Elisabeth Scharfenberg, Sprecherin für Alten- und Pflegepolitik, und Harald Terpe, Obmann im Gesundheitsausschuss:
Eine Pflicht, im Personalausweis seine Organspende-Bereitschaft zu vermerken, halten wir für populistisch und nicht zielführend.
PRESSEMITTEILUNG Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag 17.09.10

Regierung und Fraktionen für Änderungen bei Organspenden
Berlin – Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP) hat verstärkte Bemühungen zur Steigerung von Organspenden angekündigt.
AERZTEBLATT.DE 14.09.10

Organspende: Eintrag im Pass soll Pflicht sein
Unionsfraktion bereitet Gesetz vor
Von Gregor Mayntz
RHEINISCHE POST 14.09.10

Pass-genau: Biometrie hilft Organspende
Oliver Tolmein
Vor kurzem war es noch eine etwas absurd anmutende Idee, jetzt ist es ein politischer Beschluss:
FAZ.NET Blog Biopolitik 14.09.10

Ist die Organspende noch zu retten?
Bundesregierung und Ethikrat möchten diese Debatte vermeiden: Was wir heute über den sogenannten Hirntod wissen, stellt die Transplantationsmedizin auf den Prüfstand.
FAZ.NET 14.09.10

Niedersachsens Passbehörden sollen für Organspenden werben
Hannover – Die niedersächsischen Passbehörden sollen künftig bei der Ausstellung neuer Personalausweise stets für Organspenden werben.
AERZTEBLATT.DE 13.09.10

Niedersachsen: Bei Ausgabe neuer Ausweise soll für Organspende geworben werden
Hannover. „Vielen schwerkranken Menschen kann heute durch eine Organspende das Leben gerettet werden", sagte Schünemann am Montag in Hannover. Seit Jahren bestehe jedoch ein großer Mangel an Spenderorganen. Durch das Schicksal der Eheleute Steinmeier habe das Thema Organspende in der Bevölkerung erneut eine besondere Aufmerksamkeit bekomme.
PRESSEMITTEILUNG Niedersächsisches Ministerium für Inneres, Sport und Integration 13.09.10

Organspende: Erneute Debatte um die Widerspruchsregelung
Richter-Kuhlmann, Eva
Ob dem Organmangel mit einer Gesetzesänderung beizukommen ist, bleibt ungewiss. Denn nicht aus Bequemlichkeit, sondern aufgrund von Ängsten sind viele Menschen nicht zu einer Spende bereit.
Deutsches Ärzteblatt 2010; 107(36) 10.09.10

Organspende: Bitte entscheiden!
Dominik Bardow
Claudia Kotter würde ohne eine transplantierte Lunge heute nicht mehr leben. Mit ihrem Verein „Junge Helden“ will sie aufklären – ohne zum Spenden zu drängen. Geht das?
DER FREITAG 10.09.10

Krank, aber sexy
Organspende-Initiative
Von Gerald Traufetter
Sie erlebte im Zeitraffer die Begegnung mit dem Tod: Claudia Kotter leidet an der seltenen Autoimmunkrankheit Sklerodermie. Beim Warten auf eine neue Lunge wäre sie fast gestorben. Ihre Initiative "Junge Helden" will Jugendliche von der Organspende überzeugen - mit hippen Partys und Prominenz.
SPIEGEL Online 10.09.10

Organspende: Nächstenliebe per Dekret
Berlin streitet erneut über die sogenannte Widerspruchslösung. Doch die Auseinandersetzung droht eine wirkliche Lösung des Problems zu verzögern.
Von Katja Wilke
Rheinischer Merkur Nr. 36, 09.09.10

Jeder Mensch hat ein Recht auf ein Sterben unter würdigen Bedingungen
Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland vorgestellt
PRESSEMITTEILUNG der Bundesärztekammer, der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin und des Deutschen Hospiz- und Palliativverbands 08.09.10
Anm.: Dieser Beitrag ist indirekt relevant, unter dem Aspekt, wenn man Hirntote Organspender als Sterbende betrachtet.

Implantierbare Kunstniere soll Dialyse ersetzen
Erste klinische Tests in fünf bis sieben Jahren erwartet
PRESSETEXT.AUSTRIA 06.09.10

Leben schenken
Anke Brodmerkel
Es gibt in Europa bessere Gesetze zur Organspende als das deutsche. Mit einer Widerspruchsregelung wäre vielen Patienten geholfen, die auf eine Transplantation warten.
FRANKFURTER RUNDSCHAU 05.09.10
Anm.: Der Artikel kann kommentiert werden

Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO): Geforderte Widerspruchslösung widerspricht dem Grundgesetz
Bremen. Der Deutsche Ethikrat und viele Politiker fordern die Einführung einer Widerspruchslösung bei Organentnahmen, d.h. jeder muss spenden, der nicht schriftlich widersprochen hat. Diese Forderung weisen die Mitglieder von KAO - "Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V." - entschieden zurück.
PRESSEMITTEILUNG Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO) 03.09.10

Steinmeier aus Klinik entlassen - Jetzt folgt die Reha
Berlin - Neun Tage nach seiner Nierenspende an seine Frau hat SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier das Krankenhaus verlassen.
DIE WELT 03.09.10

Was bedeutet "Hirntod"?
Fast 8000 Menschen warten in Deutschland auf eine Niere, die ihnen das Leben retten könnte – 1000 Nieren wurden 2009 gespendet.
GEHIRN & GEIST 02.09.10

Belebende Nebenwirkungen
Von Susanne Höll
Frank-Walter Steinmeier und seiner Frau geht es besser, nach ihrer öffentlichkeitswirksamen Nierenoperation wächst offenbar die Bereitschaft zur Organspende. Und ein umstrittener Vorschlag beflügelt die Debatte.
SUEDDEUTSCHE.DE 01.09.10

Arzt will Organspende-Erklärung zur Pflicht machen
Dramatischer Mangel an Spenderorganen: Ein Mediziner plädiert für eine verbindliche Organspende-Erklärung beim Eintritt in die Krankenkasse.
WELT Online 01.09.10

August 2010

Einfachere Organspende umstritten
Ärztekammerchef gegen neues Gesetz - SPD-Experte fordert neue Initiative
DIE WELT 31.08.10

Gesetzesänderung soll Zahl der Organspenden erhöhen
Widerspruch statt Zustimmung? Politik und Verbände diskutieren über Transplantationsregeln
TAZ 31.08.10

Jeder Widerspruch gilt
Von Wolfgang Rössler
Österreich geht einen anderen Weg als Deutschland. Wie in vielen osteuropäischen Ländern gibt es in Österreich seit 20 Jahren die sogenannte „Widerspruchsregelung“.
TAGESSPIEGEL 31.08.10

Transplantation: Wie andere Länder es machen
Von Lissy Kaufmann
Gesundheitsminister Philipp Rösler lehnt sie ab, in vielen Ländern der EU regelt sie aber die Entnahme von Organen zur Transplantation: die Widerspruchsregelung.
TAGESSPIEGEL 31.08.10

"Der Hirntote ist keine Leiche"
Birgitta vom Lehn
Politiker und Deutscher Ärztetag fordern, die Organspende per Gesetz zur Regel zu machen. Kritiker äußern jedoch moralische Bedenken.
FRANKFURTER RUNDSCHAU 31.08.10

"Organentnahmen kosten Kliniken Geld"
Interview mit leitender Oberärztin
Die Expertin sieht Scheuklappen in vielen Häusern. Auch für die Angehörigen ist das Thema emotional oft sehr belastend.
FRANKFURTER RUNDSCHAU 31.08.10

Ärzte sehen Neuregelung von Organspenden skeptisch
Die von mehreren Politikern geforderte Widerspruchslösung sei nicht fair für die Patienten. Schon die Debatte bringe mehr Schaden als Nutzen.
WELT Online 30.08.10

Organe spenden - zukünftig Gemeinschaftspflicht auf Widerruf?
Oliver Tolmein
FAZ.NET Blog Biopolitik 30.08.10

Diskussion um Organspende neu entfacht
Bonn – Die Nierenspende des SPD-Fraktionsvorsitzenden Frank-Walter Steinmeier an seine Frau führt zu einer neuen Debatte über die Transplantationsmedizin in Deutschland.
AERZTEBLATT 30.08.10

Widerspruchslösung ernsthaft diskutieren
Berlin. Deutschlandweit warten 12.000 Menschen auf eine Organspende.
MITTEILUNG Bundesärztekammer 30.08.10

Leutheusser-Schnarrenberger will Verbesserung bei Organspenden
Justizministerin für Diskussion über Widerspruchsregelung - Debatte über Entnahme ohne vorherige Zustimmung der Toten
Von Alexander Kohnen
DIE WELT 30.08.10

"Das vergrößert nur Ängste"
Organspende: Moraltheologe Schockenhoff gegen Widerspruchslösung
DOMRADIO 30.08.10

Organspende: Wird jeder bald zum Spender?
Künftig könnten bald alle Deutschen zu Organspendern werden. Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) regte in einem Interview eine sogenannte Widerspruchsregelung an.
FOCUS-Online 30.08.10

Organspende: "Entlohnung wäre angebracht"
von Kurt-Martin Mayer
Der Transplantationsexperte Jochem Hoyer hat selbst eine Niere hergegeben. Im FOCUS-Interview erzählt er, wie er seitdem gegen das Verbot der anonymen Lebendspende kämpft.
FOCUS-Online 30.08.10

Debatte über Transplantationsgesetz: Organ-Entnahme auch ohne Zustimmung?
Angesichts des Mangels an Spenderorganen sollen nach Plänen von Gesundheitsexperten künftig jedem Hirntoten Organe entnommen werden dürfen - wenn er dem Eingriff nicht zu Lebzeiten widersprochen hat.
STERN.DE 30.08.10

Organspenden: Regierung diskutiert Ende des Einwilligungsprinzips
Die Nierenspende des SPD-Fraktionsvorsitzenden Frank-Walter Steinmeier hat den akuten Mangel an Organen wieder ins Licht der Öffentlichkeit gerückt. Die Koalition plant offenbar weitreichende Schritte, um das Problem zu bekämpfen.
FOCUS Online 29.08.10

Neue Debatte um Organspenden: Minister Rösler gegen Widerspruchsregelung
Von Rainer Woratschka
TAGESSPIEGEL 29.08.10

Organspende Zwang hilft nicht
Von Rainer Woratschka
In Umfragen gibt es oft ein ganz eigenartiges Missverhältnis zwischen Wollen und Tun. Beim Thema Organspende ist es eklatant. Die Menschen sind nicht nur bequem, sie haben auch Ängste - die muss man zerstreuen.
TAGESSPIEGEL 29.08.10

Rösler: "Eine Organspende kann und darf nicht gesetzlich verordnet werden"
Interview
Von Philipp Neumann
WELT am SONNTAG 29.08.10

Es wäre ganz einfach, genug Organe zu bekommen
Der Fall Steinmeier verleiht einem alten Problem neue Aufmerksamkeit: In Deutschland werden zu wenige Organe gespendet. Dabei ist Abhilfe ganz einfach.
Von O. Gersemann, T. Kaiser
WELT am SONNTAG 29.08.10

Organspenden – ökonomisch betrachtet
Die Verhaltensökonomie zeigt: Das Angebot an Organen ist zu klein, weil Trägheit über den guten Willen siegt.
Von Carel Mohn, Jürgen Schupp
TAGESSPIEGEL 29.08.10

Beim Organspenden regieren Bedenkenträger
Die Deutschen tun sich schwer mit Organspenden – doch niemanden kümmert es. Statt gute Politik zu machen, werden irrationale Ängste geschürt.
Kommentar von Olaf Gersemann
WELT am SONNTAG 29.08.10
Anm.: Der Kommentar kann kommentiert werden!

Der Kampf der Politik um mehr Organspender
Jedes Jahr sterben in Deutschland 1000 Menschen, während sie auf eine Transplantation hoffen. Das soll sich jetzt ändern.
Von O. Gersemann, T. Kaiser und P. Neumann
WELT Online 28.08.10

Rösler – Organspende kann nicht erzwungen werden
In Deutschland fehlen Organe für Transplantationen. Andere Länder gehen dagegen vor, im Interview lehnt Rösler jedoch ein Gesetz ab.
WELT Online 28.08.10

Deutschland vergeudet zu viel Spenderorgane
Peter Liese: Rund 50 Prozent verfügbarer Organe gehen verloren / Krankenhausabläufe müssen dringend optimiert werden
PRESSEMITTEILUNG Dr. Peter Liese, MdEP, EVP-ED 27.08.10

Forum Bioethik: Äußerungspflicht zur Organspende. Sollte der Staat verlangen, dass sich jeder erklärt?
Vorträge mit anschließender Diskussion 27. Oktober 2010
PRESSEMITTEILUNG Deutscher Ethikrat 27.08.10

"Er ist doch mein Fleisch und Blut"
Die Berlinerin Bärbel R. (65) hat ihrem schwer kranken Sohn Andreas (40) vor knapp einem Jahr eine Niere gespendet. Als Mutter, sagt sie, liebt man nun einmal sehr selbstlos
Von Sabine Menkens
DIE WELT 26.08.10

Steinmeiers Nieren-OP geglückt
TAGESSPIEGEL 25.08.10

9.15 Uhr: Die Niere wird geborgen
Bei einer Transplantation folgen Ärzte einem genauen Zeitplan
Von Maria Gerber
DIE WELT 25.08.10

CDU fordert Organspendeausweis für alle Fahranfänger
Führerschein und ein Ausweis für die Organspende im Doppelpack: Der CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn fordert eine bessere Aufklärung.
WELT Online 25.08.10

Aus Feind wird Freund
Kristin Raabe
Damit der Körper ein transplantiertes Organ annimmt, muss das Immun-system mit aggressiven Medikamenten unterdrückt werden. Forscher wollen die Körperabwehr so umprogrammieren, dass sie das fremde Gewebe auch ohne diese Mittel toleriert – sogar dann, wenn die Gewebemerkmale von Spender und Empfänger nicht eng übereinstimmen.
TECHNOLOGY REVIEW 25.08.10

Ärztekammern begrüßen Regierungsinitiative zu Organspenden
Berlin – Die Bundesärztekammer (BÄK) hat die von der Koalition angekündigte Änderung des Transplantationsgesetzes begrüßt.
AERZTEBLATT 24.08.10

Alle Möglichkeiten für Organspende nutzen
Ärzteschaft unterstützt Regierungspläne für Einsatz von Transplantationsbeauftragten
PRESSEMITTEILUNG Bundesärztekammer 24.08.10

Kliniken sollen besser über potentielle Organspender informieren
Koalitions-Politiker starten Initiative zur Änderung transplantationsrechtlicher Vorschriften
Seit der ersten Nierentransplantation im Jahr 1963 sind in Deutschland 98.951 Organe übertragen worden. Im Jahr 2009 gab es in Deutschland 1.217 postmortale Organspender und 4.050 Organtransplantationen. Die Zahl der Patienten, die ein Spenderorgan benötigen, ist allerdings um ein vielfaches höher.
Gemeinsame PRESSEMITTEILUNG Wolfgang Zöller, MdB (CDU), Dr. Rolf Koschorrek, MdB, (CDU) Ulrike Flach, MdB, FDP 24.08.10

Ihr geteiltes Leid
Von Stephan Haselberger, Hans Monath
Es gibt Dinge, die wichtiger sind als Politik. Gestern konnte man das in Berlin spüren. Als Frank-Walter Steinmeier ans Mikrofon trat, ging es – um zwei Menschen.
TAGESSPIEGEL 24.08.10

Steinmeier will seine Frau retten
SPD-Fraktionschef setzt Privates vor Politik und nimmt Auszeit wegen Nierenspende für seine schwer erkrankte Frau / Koalition kündigt neues Gesetz zu Transplantation an
Damir Fras
BERLINER ZEITUNG 24.08.10

Eine dreistündige Operation unter Vollnarkose
Lebensretter - Frank-Walter Steinmeier wird sich mindestens bis Oktober aus der Politik zurückziehen. Der SPD-Fraktionsvorsitzende spendet seiner todkranken Ehefrau eine Niere.
Anne Brüning
BERLINER ZEITUNG 24.08.10

Steinmeiers Organspende: Der Körper als Geschenk
Ein Kommentar von Werner Bartens
Niemand darf gezwungen werden, seinen Körper anderen Menschen zur Verfügung zu stellen. Umso eindrucksvoller ist das Beispiel, das Frank-Walter Steinmeier nun abgibt, wenn er seiner Frau eine Niere schenkt.
SUEDDEUTSCHE.DE 24.08.10

Koalition will Transplantationsmedizin besser organisieren
Berlin – Gesundheitspolitiker von Union und FDP wollen die Organspende in Deutschland verbessern.
AERZTEBLATT 23.08.10

Kliniken sollen besser über potentielle Organspender informieren
Koalitions-Politiker starten Initiative zur Änderung transplantationsrechtlicher Vorschriften
GEMEINSAME PRESSEMITTEILUNG Wolfgang Zöller und Dr. Rolf Koschorrek, MdB CDU und Ulrike Flach, MdB FDP 23.08.10

Steinmeier spendet seiner Frau eine Niere
SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier wird sich vorübergehend aus der Politik zurückziehen. Aus privatem Grund.
WELT Online 23.08.10

Steinmeiers Organspende: Das Geschenk des Lebens
Von Berit Uhlmann
Was Frank-Walter Steinmeier für seine Frau tut, ist keine Kleinigkeit. Eine Nierenspende ist ein großer Eingriff, der Risiken birgt. Doch oft profitiert nicht nur der Empfänger von der Großzügigkeit.
SUEDDEUTSCHE.DE 23.08.10

Steinmeiers Niere als politisches Ereignis
SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier spendet seiner Frau eine Niere. Das Kleinklein der Tagespolitik rückt plötzlich in weiter Ferne.
Von Daniel Friedrich Sturm und Joachim Schucht
WELT Online 23.08.10

Organspende: Frank-Walter Steinmeier zeigt Größe in schwerer Zeit
Der SPD-Fraktionschef nimmt eine Auszeit, um seiner Frau zu helfen. Er setzt das Private über das Berufliche und zeigt damit wahre Größe.
WELT Online 23.08.10

Steinmeier spendet Niere für das Leben seiner Frau
Auszeit des SPD-Fraktionschefs
Von Florian Gathmann
Und plötzlich ist Politik nur noch Nebensache: Weil seine Frau schwer erkrankt ist, spendet ihr der SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier eine Niere - und nimmt eine Auszeit bis Oktober. Die nötigen Operationen sind schon für diese Woche geplant.
SPIEGEL Online 23.08.10

Lebendspenden sind rar, aber am aussichtsreichsten
SPD-Politiker Steinmeier hat sich als so genannter Lebendspender zur Verfügung gestellt. Aus medizinischer Sicht ist das vorbildlich.
WELT Online 23.08.10

Nierentransplantation: Organe von Herztoten gleichwertig
Cambridge – In Großbritannien werden immer häufiger Nieren von herztoten Spendern transplantiert.
AERZTEBLATT 19.08.10

Vorangegangene Meldungen anläßlich des Tages der Organspende am 05.06.2010:

Transplantation: Beauftragte an allen Kliniken gefordert
Die Bundesärztekammer (BÄK) hat anlässlich des Tages der Organspende am 4. Juni erneut gefordert, flächendeckend Transplantationsbeauftragte in den Krankenhäusern einzusetzen.
Deutsches Ärzteblatt 2010; 107(23) 11.06.10

Dr. Philipp Rösler: Aufklärung und Information sind beim Thema Organspende ganz wichtig
Tag der Organspende am 5. Juni 2010
Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler nimmt am 5. Juni an der zentralen Veranstaltung zum bundesweiten Tag der Organspende in Hannover teil, die unter dem Motto „Richtig. Wichtig. Lebenswichtig!“ steht.
PRESSEMITTELUNG Bundesministerium für Gesundheit BMG 05.06.10

Weltmeister Spanien
Politik und Medizin werben am „Tag der Organspende“
DOMRADIO 05.06.10

Tag der Organspende: Fehlplanung verhindert Transplantationen
Im europäischen Vergleich spenden zu wenige Deutsche Organe. Ein Gesetz könnte das ändern. Viele Transplantationen scheitern zudem an mangelnder Organisation.
Von Nicole Lauscher
FOCUS-Online 05.06.10

Europaparlament will Spendenbereitschaft abfragen und in Ausweisen und Führerschein vermerken / Grausame Praxis der Tötung zum Zweck der Organentnahme in China stoppen
Brüssel - Um die Anzahl von Spenderorganen zu erhöhen, fordert der CDU-Europaabgeordnete und Arzt Dr. Peter Liese, dass man die Menschen in Deutschland verstärkt mit dem Thema Organspende vertraut macht und sie explizit dazu auffordert, sich für oder gegen eine Organspende zu entscheiden.
PRESSEMITTEILUNG Dr. Peter Liese MdEP, EVP-ED 04.06.10

EU-Richtlinie zur Qualität und Sicherheit von Organtransplantationen: Mehr Solidarität bei Organspenden
Spielberg, Petra
Für Transplantationen sollen künftig vermehrt Spenderorgane aus dem EU-Ausland zur Verfügung stehen. Grundlage hierfür bilden gemeinsame Qualitäts- und Sicherheitsstandards.
Deutsches Ärzteblatt 2010; 107(22) 04.06.10

Transplantationsbeauftragte in allen Kliniken gefordert
Berlin/München/Hannover – Die Bundesärztekammer (BÄK) fordert anlässlich des Tages der Organspende, flächendeckend Trans­plan­tationsbeauftragte in den Krankenhäusern einzuführen.
AERZTEBLATT.DE 04.06.10

Hoppe: „Wir brauchen flächendeckend Transplantationsbeauftragte in den Kliniken“
Berlin. „Richtig, wichtig, lebenswichtig.“ Unter diesem Motto steht der heutige bundesweite Tag der Organspende.
PRESSEMITTEILUNG Bundesärztekammer 04.06.10

Tag der Organspende: „Keine Zeit für lange politische Debatten“
Siegmund-Schultze, Nicola
Zum Tag der Organspende am 5. Juni wollen führende Politiker offenbar das Bewusstsein der Öffentlichkeit stärken, sich mit dem Thema zu befassen.
Deutsches Ärzteblatt 2010; 107(22) 04.06.10

"Widerspruchslösung ist kein Allheilmittel"
Am 5. Juni, dem "Tag der Organspende", rückt das Thema stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit.
Ärzte Zeitung, 04.06.10

Organspende: Rückfall in falsche Debatten vermeiden
Berlin - Zum Tag der Organspende am Samstag, 5. Juni 2010 erklären Elisabeth Scharfenberg MdB und Dr. Harald Terpe MdB, Mitglieder des Ausschusses für Gesundheit:
Im Jahr 2009 konnte mit 1.217 Organspendern in Deutschland der Abwärtstrend des Vorjahres (1.198 Organspenden) zumindest aufgehalten werden. Das ist beruhigend, warten doch über 12.000 Menschen hierzulande dringend auf ein Spenderorgan. Beunruhigend hingegen ist, dass seit einigen Tagen wieder verstärkt Forderungen nach einer Widerspruchslösung im Transplantationsgesetz erhoben werden.
PRESSEMITTEILUNG Elisabeth Scharfenberg und Dr. Harald Terpe, MdBs Bündnis 90 / Die Grünen 04.06.10

Organspende: Richtig. Wichtig. Lebenswichtig.
Ob durch Unfall oder Krankheit: Jeder kann plötzlich in die Situation geraten, auf ein neues Organ angewiesen zu sein. Der Tag der Organspende am 5. Juni möchte mehr Menschen motivieren, sich für eine Organspende zu entscheiden.
MITTEILUNG Bundesregierung 04.06.10

Tag der Organspende: Organspende geht uns alle an
Anlässlich des Tages der Organspende erklärt die Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Kirchen und Religionsgemeinschaften, Dr. Maria Flachsbarth MdB:
Organspenden sind lebenswichtig. Menschen übernehmen durch die Bereitschaft zur Organspende auch nach ihrem Tod Verantwortung für ihre Mitmenschen.
PRESSEMITTEILUNG Dr. Maria Flachsbarth, MdB CDU, 04.06.10

Mehr Organspenden ermöglichen
Berlin. Zum morgigen Tag der Organspende erklären die Experten der FDP-Bundestagsfraktion für Transplantationsmedizin Christine Aschenberg-Dugnus und Michael Kauch:
Mehr als 12.000 schwer kranke Menschen warten in Deutschland auf ein dringend notwendiges Spenderorgan. Die FDP will die Zahl der Organtransplantationen erhöhen, um Leben zu retten und Lebensqualität von Patienten zu erhöhen.
PRESSEMITTEILUNG Christine Aschenberg-Dugnus und Michael Kauch, MdB FDP 04.06.10

Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO) zum "Tag der Organspende": Das Selbstbestimmungsrecht darf nicht ausgehebelt werden
Bremen - Kurz vor dem "Tag der Organspende" am 5.6.2010 forderte der Deutsche Ärztetag die Einführung der Widerspruchslösung mit dem Ziel, mehr Organe zur Verfügung zu haben für Menschen, die auf eine Lebenserleichterung oder Lebensverlängerung mit Hilfe eines fremden Organs hoffen. Dabei wird verschwiegen, dass in internationalen Fachkreisen die Gleichsetzung des "Hirntodes" mit dem Tod des Menschen längst widerlegt ist, kritisiert die Initiative Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO).
PRESSEMITTEILUNG Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. (KAO) 04.06.10

Bayern will mit Pilotprojekt in Krankenhäusern Strukturen zur Organspende optimieren
Gesundheitsminister Söder wirbt für Organspende
München - Bayern finanziert gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Organtransplantation und den Krankenkassen ab Juli 2010 ein Pilotprojekt zur Organspende in Krankenhäusern in Ober- und Unterfranken.
PRESSEMITTEILUNG Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit 03.06.10

"Richtig. Wichtig. Lebenswichtig!" Organspende schenkt Leben
Der Bedarf an Spenderorganen in Deutschland ist groß: 12.000 Menschen warten derzeit auf eine lebensrettende Transplantation. Doch im vergangenen Jahr konnten nur etwa 4.000 Organe übertragen werden. Um dem Organmangel zu begegnen und möglichst viele Menschen für das Thema Organspende zu sensibilisieren, informiert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zum Tag der Organspende am 5. Juni 2010.
PRESSEMITTEILUNG Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung 02.06.10

Directive on organs transplantation
On 19 May the European Parliament voted in favour of the EU Directive on standards of quality and safety of human organs intended for transplantation. The package containing the two Commission initiatives – the Directive and the Action Plan – is important in order to ensure high quality and safe organ transplantation across Europe for the benefit of patients.
Health & Consumer Voice - June - 2010 Edition

Die Leber ist unersetzlich
25 Jahre Lebertransplantation am LMU-Klinikum. Neue Forschungsansätze erhöhen Überlebenswahrscheinlichkeit
PRESSEMITTEILUNG Klinikum der Universität München 01.06.10

Mai 2010

Stiftung Organtransplantation will Befugnisse in Kliniken
München – Um die stagnierende Zahl der Organtransplantationen zu erhöhen, fordert die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) weitreichende Befugnisse ihrer Organisation in den Kliniken.
AERZTEBLATT.DE 31.05.10

Am 5. Juni ist bundesweiter Tag der Organspende
Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler und Ministerin Aygül Özkan sprechen die Grußworte auf der zentralen Veranstaltung in Hannover
Frankfurt am Main. Unter dem Motto „Richtig. Wichtig. Lebenswichtig!“ findet die zentrale Veranstaltung zum bundesweiten Tag der Organspende am 5. Juni erstmals in Hannover statt.
PRESSEMITTEILUNG Deutsche Stiftung Organtransplantation DSO 31.05.10

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